Alle, die hierzulande in den letzten Tagen mal im Kino gewesen sind, werden ihn wahrscheinlich gesehen haben: Den Werbespot, bei dem Hugh Jackman nach dem Genuss eines köstlichen Li**** Eis*** durch ein Hotel tanzt.
Natürlich kommt die Idee hierzu nicht aus den thinktanks der Agentur, sondern basiert auf einem Videoclip, den Spike Jonze (Where the Wild Things Are) einst mit Christopher Walken in der Hauptrolle für Fatboy Slims “Weapon of Choice” gedreht hat. Ich nutze die Gelegenheit, um 1. dieses furiose Video nochmal posten zu können, 2. zu zeigen, wie erbärmlich der Werbeclip im Vergleich zu Original tatsächlich ist.
Ach schön. Endlich ein Beitrag, bei dem ich meinen Lieblingsslogen (ehemals für Erfurt Rauhfasertapeten) anbringen kann. In der folgenden Kurzdoku geht es um Fassadenmaler in NY. Leute, die mit Farbe und Pinsel hoch über der Stadt Reklame, denn Werbung möchte ich das irgendwie nicht nennen, auf Häuserwände malen und leider immer mehr von den sogenannten “Vinyls”, gedruckten Kunststoffbannern, verdrängt werden.
zum Ad-Blocker Artikel und auf die Gefahr hin, dass es eine guten Teil von euch nicht soo brennend interessiert:
Auf Carta ist gerade ein interessanter Beitrag zum Thema Werbung, Verlage und das Internet erschienen, der ganz gut zum Ad-Blocker Thema passt. Dort habe ich auch das folgende, sehr schöne Zitat von Marco Ament gefunden:
“Publishers can do whatever they want. If you don’t like it, don’t send them nasty emails or browse their sites with adblockers: just don’t support them. Don’t read their content, don’t link to them, and don’t talk about them. Since money’s usually not involved, vote with your attention and read elsewhere.”
Heute geht es ausnahmsweise mal weder um Film, noch Musik, Literatur oder ähnliche Freuden des Lebens, sondern um eine eigentlich eher unangenehme “Begleiterscheinung” des Internets. Werbebanner, Ads genannt und das Kraut, das dagegen gewachsenzüchtet wurde: Ad-Blocker, kleine Programme, die nervende Werbebanner auf Websites kurzerhand ausblenden.
An allen Ecken und Enden des Web ertönt das Wehklagen über “geschoppte” Fotografie, also per Photoshop (als Synonym für die digitale Bildbearbeitung) veränderte Fotos. Überschlanke Models, falsche Schatten und fehlende Bauchnabel liefern den Stoff für etliche Blogeinträge und selbstbemitleidendes Gejammer über eine vermeintlich verloren gegangene Authentizität der Fotografie, die es niemals gab.
Christophe Huet betreibt die Schopperei bewußt und völlig ungeniert und geht als Retuscheur mindestens einen Schritt weiter, als viele seiner “Kollegen“. Sein Portfolio besteht zum größten Teil aus Arbeiten für Werbekunden, trotzdem lohnt es sich einen Blick hinein zu werfen. Im Bereich “MAKING OF” kann man sich anschauen, wie einige der Motive entstanden sind.
(…) Gruppen, die Werbung im öffentlichen Raum (Außenwerbung) verfremden, überkleben oder auf andere Weise umgestalten, um so ihren Sinn umzudrehen oder lächerlich zu machen(…)
Ich hasse Regen. Im Regen macht weder Radfahren, noch An-der-frischen-Luft-sein Spaß. Vor allem wenn man morgens einfach nur ins Büro will. Die U-Bahn wird spätestens in diesem Moment zur echten Alternative. Wird man dort aber auch mit solchen sinnfreien Plakatmotiven konfrontiert:
Slogan: “Europa wächst zusammen”.
Die Bahn wirbt damit für die schnellen und (relativ) günstigen Verbindungen zwischen Stuttgart und Paris. Das alles finde ich ja auch wirklich prima.
Ich habs immer geahnt: In der Ökobranche hat man selbst als Grafiker noch die nötige Gelassenheit um den Produkten ein gutes Quentchen Personlichkeit mitzugeben. In diesem Fall wurde diese direkt in das Verpackungsdesign eingebaut.
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