5 Filmtipps vom London Film Festival
von easy am 31.10.2010 so gegen 14 UhrHabe mir einige Filme des diesjährigen Londoner Film Festivals angeschaut, von denen ich Euch einige wärmstens empfehlen kann…hier it goes: - wo es moeglich war, habe ich die Trailer rausgegraben….viel Spass damit :
1. NOTHING’S ALL BAD

Einer meiner Lieblingsfilme im LFF war dieser skandinavische Film, NOTHING’s ALL BAD…. Ein Film über 4 einsame Seelen, die alle auf ihre Art und Weise sehr skurril sind, vom Leben gezeichnet und hart rangenommen, die sich alle nach Liebe sehnen….sehr intelligenter, recht schwarzer Humor. … das hört sich jetzt nach nicht viel an….schaut ihn Euch einfach an, er ‘funktioniert’ in sehr vielen Stimmungslagen, für mich persönlich ein bisschen wie Elling.
Illegal ist ein Film über illegale Immigranten, den meistens erfolglosen Versuch des Staates, diese abzuschieben und die psychische und zum Teil physische Folter, deren illegale Immigranten bei diesem Versuch ausgesetzt sind. Der Film geht sehr stark unter die Haut und transportiert diese Problematik schmerzhaft gut in unser Bewusstsein. Interessanterweise klappt das meines Erachtens besonders gut deswegen, weil die Hauptperson eine belgische Schauspielerin ist (die eine Belarussin darstellt), und wir uns sowohl ethnisch, wie auch sprachlich mit ihr identifizieren können (der Film ist auf französisch und sie spricht eben nicht mit falschem Akzent oder gebrochenem Französisch etc…). Riesenfilm.
How I ended this Summer — wurde als bester Film des LFF ausgezeichnet und ist auf jedensten ein Knaller in vieler Hinsicht. Ein russischer Thriller, der sehr konzentriert mit zwei Darstellern und einer wahnsinnig beeindruckenden, arktischen Szenerie auskommt. Der Trailer gibt, wie ich finde, einen sehr guten Vorgeschmack…
4. The Pipe

The Pipe ist eine Doku über ein Dorf in Irland, dessen Bewohner sich Shells Plänen, durch ihr Dorf eine Gaspipeline zu legen, entgegensetzen und daraufhin die volle, rücksichtslose Gewalt eines multinationalen Konzerns spüren, inklusive der Manipulation der Grundfesten eines Rechtsstaates und körperlicher Aggression. Ich habe einige Bewohner, die in dem Film vorkommen, kennen lernen können. Es war schon sehr scary von Ihnen direkt zu hören, auf was für Mittel ein Konzern wie Shell zurückgreift, um seine Ziele zu erreichen. zB wurden einige dieser Bewohner von maskierten Schlägertrupps krankenhausreif geschlagen etc. Die Doku ist top — die Problematik an sich ist nichts, was man nicht schon vorher irgendwo gesehen hat, aber sowohl die Landschaft, die sie zeigt und die es zu schützen gilt ist einzigartig, so wie der Stil der Doku einfach die Bewohner selber erzählen zu lassen. Sehr gut.
Norwegische Komödie, sehr lustig, sehr cooler Humor über einen Sträfling, der nach 12 Jahren Haft entlassen wird, zurück in sein Leben finden muss und dabei einige Hindernisse auf nordisch, fast finnisch stoische Art zu ueberwaeltigen versucht. Erinnerte mich ein bisschen an Aki Kaurismaekis “Der Mann ohne Vergangenheit ” – super.
Fuer alle, die die mich noch nicht besucht haben, hier ein Foto aus meiner Nachbarschaft. Fuenf Haeuser weiter unten auf der gleichen Strassenseite wohnen ich und Kinga.







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