Wenn auch keine Kunst, hier trotzdem noch einmal etwas Schönes zum Thema “austerity”.
Die in London lebende Designerin Inghua Ting hat eine Vorliebe für gebrauchte Materialien. Ein Ergebnis dieser Leidenschaft sind Fußbodenplatten aus gebrauchten Ledergürteln. Diese werden in liebevoller Handarbeit zu quadratischen Fließen verarbeitet.
Vielleicht hätte ich doch noch ein paar Säcke Gürtel mehr mitnehmen sollen.
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‘Der Narziß von Cigoli betrachtet sich selbstverliebt in der Quelle; er ist blind für seine Umgebung.
Henri Fantin Latour fixiert sich, allem anderen verschlossen, in einer Reihe von Selbstportraits.
Der Weinenden am Kreuz von Daniele da Volterra füllen Tränen die Augen, ihr Blick ist verschleiert.
Der Anblick der Medusa versteinert den, der sie ansieht.
Was ist allen diesen Zeichnungen gemeinsam?
Dass sie von Blindheit handeln, vom Nicht sehen Können oder Wollen.’
Gespannt auf Bilder, Fotos, Lieder, Tänze, Objekte, Performances, Stücke, Kataloge, Präsentationen … zum Thema BLIND! wONSt on!
Oder sollte ich vielleicht besser sagen “Anfangen!”? Der Countdown läuft und wenn ich mich nicht irre, bleiben uns nur noch etwa zwei Wochen Zeit, um aus Gedanken Dinge entstehen zu lassen. Falls es mal nicht so läuft mit der KreawONstität, hier ein paar Tips von jemandem der weiß wovon er redet.
Lange nicht mehr hier gewesen, sehr lange nicht mehr. Ich könnte jetzt vom dem nicht enden wollenden Strom an Nachrichten, Meldungen, Videos und Bildern sprechen, die jeden Tag aus meinen Feedreader rauschen, vom x-ten StarWars-Mashup, dem x-ten lol Video eines x-ten schrägen Typens, dem x-ten bahnbrechenden Techi-Startup, dem x-ten Versuch eines Unternehmens oder einer Regierungsinstitution an unsere Daten zu kommen oder uns davor schützen zu wollen und darüber, dass mich irgendwann eine Art Müdigkeit erfasst hat. Darüber dass scheinbar nichts mehr weit genug aus der Masse hervorragt, um hier darüber zu schreiben. Information Overflow.
Thank god, its WONST-time.
Was passiert, wenn eine aus gesellschaftlicher Sicht verwerfliche (aus adoleszenter Perspektive eventuell weniger), weil unsittliche Handlung einfach unheimlich oft wiederholt und mit einer zweiten, ebenfalls verwerflichen aber gesellschaftlich geschätzten Handlung medial verknüpft wird? Wird daraus dann Kunst?
Genauer: Ein Typ aus Russland fasst eintausend Frauen an den Busen und schüttelt Putin anschließend die Hand.
So schnell kann’s gehen. Heute bekam ich folgende schöne Email:
Sehr geehrtes Mitglied,
anbei erhalten Sie eine Mahnung über Ihre bislang noch ausstehenden 2008 – 2010 Mitgliedsbeiträge des Vereins für Socialpolitik.
Mit freundlichen Gruessen
Stefanie Grohs
Verein für Socialpolitk
Wilhelm-Epstein-Str. 14
60431 Frankfurt
Und da frag’ ich mich: ist’s schon soweit gekommen? Sind wir schon wieder beim förmlichen “Sie”? Wegen der läppischen drei Jahre Zahlungsverzug?
Im Nachhinein betrachtet hätte ich vielleicht nicht mit einer Ankündigung reagieren sollen, solche Emails auch weiterhin ignorieren zu wollen. Ein lockeres Gedicht wär vielleicht angemessener gewesen. Etwa:
Wahre Groehsse
So soll es sein,
das ist famos.
Hier: Hänschen Klein
Dort: Steffi Grohs
Angeregt durch Mattis Hinweis auf Turell: Selbiger ist seit geraumer Zeit mit drei Arbeiten in Frankfurt vertreten. Aufgefallen ist mir das aber erst im Rahmen der Luminale, die diese Woche in Frankfurt stattfindet. Als Veranstaltungshinweis kommt dieser Post etwas spät, aber hier dennoch seine in Frankfurt installierten Lichtwerke.
Zum einen gibt es den Light Shaft (2003) im Gallileo Art Tower (mit Doppel-L wegen Gallusanlage). Am 136 Meter hohen Gebäude verläuft an der Außenwand ein gläserner Fahrstuhl, der – natürlich – von innen heraus beleuchtet wird; das Licht bewegt sich in unterschiedlichen Farbnuancen im Fahrstuhl. Die weiteren Projekte beschreibe ich jetzt nicht einzeln, wen es interessiert, der kann ja die Links anklicken. Es gibt noch die Sky Lobby in der DZ Bank (1998) und eine Arbeit die seit 1968 im Karmeliterkloster installiert ist: Projections meet Shakuhashi; dabei wird die bestehende Lichtarbeit anlässlich der Luminale in “Flötentöne” getaucht.
Neben Turell gibt es einige weitere erwähnenswerte Arbeiten: Super finde ich Polymorph, ein wandelbares Lichtobjekt im Palmengarten (erinnert mich ein wenig an Arturs Wonst ). Dann hinterlassen Passanten, die die Bahnhofshalle durchqueren an der Decke durch ihre eignen Schritte an der Decke Lichtspuren, eine Arbeit mit einem sehr passenden Titel: Ich war hier. Und schließlich gibt es die Künstlergruppe Lichtfaktor aus Köln, die anlässlich der Luminale Firetagging – Graffitiwriting Art with Fire veranstaltet. Vereinfacht gesagt: Sie malen im Dunkeln mit Licht. Das finde ich echt großartig, man sollte dazu diese Videos ansehen:
Ich hatte ganz unabhängig davon in der Weihnachtszeit auch ein bisschen mit Licht gemalt; allerdings stand bei mir die Kerze still und ich malte bzw. schrieb mit der Kamera dieses:
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