Angeregt durch Mattis Hinweis auf Turell: Selbiger ist seit geraumer Zeit mit drei Arbeiten in Frankfurt vertreten. Aufgefallen ist mir das aber erst im Rahmen der Luminale, die diese Woche in Frankfurt stattfindet. Als Veranstaltungshinweis kommt dieser Post etwas spät, aber hier dennoch seine in Frankfurt installierten Lichtwerke.
Zum einen gibt es den Light Shaft (2003) im Gallileo Art Tower (mit Doppel-L wegen Gallusanlage). Am 136 Meter hohen Gebäude verläuft an der Außenwand ein gläserner Fahrstuhl, der – natürlich – von innen heraus beleuchtet wird; das Licht bewegt sich in unterschiedlichen Farbnuancen im Fahrstuhl. Die weiteren Projekte beschreibe ich jetzt nicht einzeln, wen es interessiert, der kann ja die Links anklicken. Es gibt noch die Sky Lobby in der DZ Bank (1998) und eine Arbeit die seit 1968 im Karmeliterkloster installiert ist: Projections meet Shakuhashi; dabei wird die bestehende Lichtarbeit anlässlich der Luminale in “Flötentöne” getaucht.
Neben Turell gibt es einige weitere erwähnenswerte Arbeiten: Super finde ich Polymorph, ein wandelbares Lichtobjekt im Palmengarten (erinnert mich ein wenig an Arturs Wonst ). Dann hinterlassen Passanten, die die Bahnhofshalle durchqueren an der Decke durch ihre eignen Schritte an der Decke Lichtspuren, eine Arbeit mit einem sehr passenden Titel: Ich war hier. Und schließlich gibt es die Künstlergruppe Lichtfaktor aus Köln, die anlässlich der Luminale Firetagging – Graffitiwriting Art with Fire veranstaltet. Vereinfacht gesagt: Sie malen im Dunkeln mit Licht. Das finde ich echt großartig, man sollte dazu diese Videos ansehen:
Ich hatte ganz unabhängig davon in der Weihnachtszeit auch ein bisschen mit Licht gemalt; allerdings stand bei mir die Kerze still und ich malte bzw. schrieb mit der Kamera dieses:
Decken, Teppiche, Wäscheklammern, Besen, Wäscheleine, Sofakissen, Bettvorleger und Gardinen, nichts war vor mir sicher, wenn ich als Kind in meinem Zimmer “Budchen” gebaut habe. Und wie wunderbar heimelich das Gefühl, einfach nur in diesem provisorischen Gebilde ZU SEIN.
Im Rahmen des baldigen Filmstarts von Spike JonzesWhere The Wild Things Are (wir hatten hier ja schon mal den Trailer) blies der offizielle Blog We Love You So zum Zimmerhöhlencontest!
Nachdem wir im letzten Jahr alle etwas nachlässig waren, was die Vorstellung der wONstwerke hier auf onsline angeht, mache ich jetzt einfach mal den Anfang. Das diesjährige, durchaus nicht ganz unumstrittene Thema lautete “Provisorium”. Was unterscheidet ein Provisorium von einer echten, einer zufriedenstellenden Lösung, wo doch oft nichts dauerhafter ist als ein Povisorium?
Wo ist denn nun das WOnst!? Hat es sich versteckt oder wird der Ort schon ein Provisorium sein, mein Biwaksack hab ich schon zurecht gelegt…. so so
Ich würde sagen an dem Link arbeiten wir noch oder so
Wonst! im Duden Initiative
Wenn euer Bürostuhl mal ein “Bein” verlieren sollte, dann könnt ihr selbiges ganz herrlich und einfach – um nicht zu sagen provisorisch – durch eine Bürostuhl-Prothese ersetzen! Wer wissen möchte, wie man ohne eine Wandhalterung eine Toilettenpapierrolle an der Wand befestigt oder auch einen fehlenden Seitenspiegel am Auto kostengünstig und damenhaft ersetzt, der möge bitte hier klicken und sich die wunderschönen Provisorien von Thomas Meyer anschauen.
Eine Ausstellung bzw. ein Kunstfestival, bei der/dem ausgewählte Leut, an einem schönen Ort, zu einem im Voraus bestimmten Thema, ihren Ideen freien Lauf lassen? Das kenne mir doch.
Die hier machen das vielleicht ein wenig professioneller als wir, aber ich vermute mal ganz stark, dass die am Ende auch nur mit Wasser kochen.
Easy ist in letzter Zeit stark mit ausführlichen Literaturkritiken auf ONSLINE vertreten. Irgendwie war ihm die Affinität zu Büchern bereits vor 20 Jahren anzusehen …
Quelle: Abschlussball 1989 der Tanzschule Bäulke in Gießen. Es sind übrigens noch zwei weitere wONStler auf dem Bild zu finden.
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