Ich weiß nicht, wie man diesen Effekt nennt, wenn man als Kind irgendwelche Sachen aufschnappt (oft Liedtexte oder in meinem Fall auch etliche Gags von Otto Waalkes), das Ganze mangels Verständnis leicht verfremdet irgendwo im Hinterkopf abspeichert und dann Jahrzehnte später endlich der Groschen fällt. Im Zusammenhang mit Songtexten ist das Thema vor ein paar Jahren mal recht populär bzw. geradezu totgemolken geworden und es gab Bücher und Mitmachshows im Radio.
Auf dem Blog Thesneeze.com schlummert allerdings eine Variante, die ich für durchaus noch erwähnenswert halte. Kurz gesagt versucht der Blogbetreiber hinter das Geheimnis eines “the face” genannten (aber kaum als solches zu erkennenden) Dekoelements zu kommen, welches sein Vater ihm seit Ewigkeiten auf die Geburtstagstorten pinselt. Sehr schön zu lesen, wie der Vater behauptet, sich diesen Character vor 60 Jahren 100%ig genau so aus einem Malbuch abgeschaut zu haben aber dann doch zugeben muss, dass das, was er zu Augen Mund und Ohren erklärt, an teilweise recht grotesken Stellen sitzt. Jedenfalls eine spannende kleine Detektivgeschichte die Dank der Schwarmintelligenz seiner Leserschaft aufgeklärt werden kann. Außerdem mit Herz und Backwaren, also perfekt zur Weihnachtszeit.
Hier geht’s lang.

Die Bemühungen um die Findung von Frau Müllers Identität war erfolgreich und nun wissen wir ja alle, wer sie ist. Frau Müller hat aber nicht nur den Literaturnobelpreis erhalten, sie macht außerdem wunderschöne Gedichtcollagen. Inhaltlich sind sie nicht ganz so leicht zu erfassen, aber Schere statt Stift, find ich per se erst mal gut! Die Gedichtcollagen gibt es zusammengefasst als Buch oder auch als Fototapete … ist mal so was ganz anderes, als nackte Paare vorm Sonnenuntergang unterm Wasserfall.
Bildquelle FAZ vom 09.10.09

Man muss im Magazindschungel schon genauer hinsehen, um innovative und interessante Konzepte zu entdecken. Das Interview-Magazin “Galore” war sichlich eines davon. Leider musste es, laut Chefredakteur Sascha Krüger, aufgrund von “wirtschaftlichen Erwägungen” und der “gegenwärtigen Marktsituation” im Juni eingestellt werden. Ich muss sagen, daß mich während des Lesens dieser Meldung das ungute Gefühl beschlichen hatte, vielleicht doch ein paar Mal zu oft am Bahnhofskiosk vorbeigehetzt zu sein ohne mir ein Exemplar zu kaufen.

Vor ungefähr einem Monat hatte ich in einem kleinen Beitrag auf die (nicht nur) meiner Meinung nach große Wichtigkeit der Online-Petition gegen Internetsperren hingewiesen. 134015 Menschen zeichneten die Petition, die höchste Teilnehmerzahl seit Bestehen dieser Partizipationsmöglichkeit. Dennoch wurde der Gesetzentwurf vom Bundestag genemigt.

Der herkömmliche, papierbasierte Journalismus ist im Allgemeinen leider nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, Breitseiten gegen Blogger und Twitterer, also Horden vermeintlicher Hobbyjournalisten und Prollemiker abzufeuern – netterweise beweist er damit auch gerne im gleichen Atemzug seine grandiose Inkompetenz. Umso erfreulicher, wenn mal ein guter Artikel zu einem sehr wichtigen Thema erscheint – bezeichnenderweise im online-Ableger, aber immerhin:
Die Generation C64 schlägt zurück. (spiegel.de)

In den letzten Tagen und Wochen war und ist die von Familienministerin von der Leyen angestrengte und vom Bundeskabinett beschlossene Änderung des Telemediengesetzes so präsent im Netz, wie kaum ein anderes Thema. Was sich vordergründig als Maßnahme zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Netz ausgibt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung nicht nur als politischer Aktionismus und Stimmenfängerei, sondern als Vorbote und Wegbereiter gefährlicher, weil intransparenter Form von Zensur im Netz.
Terence Hill wird 70.
Mr. Nobody, der Strahlemann des Spagettiwestern, war in meiner Jugend ein Idol vieler kleiner Cowboys. Mit seinen schnellen Händen war er nahezu unverwundbar und mit seinen sooooo blauen Augen unbeschreiblich charmant. Er war einer meiner ersten Leinwandhelden. Dazu eine kleine Geschichte.!

Zwei Fotografen richten Ihren Blick gen Himmel und erblicken Unterschiedliches.
Früher traf man Mädchen, die konnten kochen wie ihre Mütter.
Heute trifft man Girls, die können saufen wie ihre Väter.

http://www.elzajo.com/index.html

Leute, die auf Einkaufswagen mit siebzig Sachen Passstraßen runterbolzen und (dabei) Pfandflaschen einsammeln hört sich zugegebenermaßen etwas gewollt an – irgendwie muss heutzutage alles Extremsport sein, um Beachtung zu erlangen. Andererseits hört sich das aber irgendwie auch ganz interessant an.
Habe nur die ersten paar Minuten der cartdriver gesehen, die sahen aber tatsächlich ganz interessant aus. Auf der Website des National Film Board Canada kann man sich Carts of Darkness und eine Reihe weiterer Filme in voller Länge und guter Qualität anschauen und das ist für sich genommen schon einmal lobenswert.
Und es dürfte sich sicher lohnen, noch etwas länger auf der Seite zu wühlen.
THX Kaninchen
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