Dem ist nichts…
hinzuzufügen.
Thx Tim.

Michael Haneke Fangemeinde hergehört:
Die kürzlich auf Arte gezeigte Dokumentation “Mein Leben – Michael Haneke” kann noch ein paar Tage lang auf arte+7 online angeschaut werden. Seit der “My Architekt”-Katastrophe gehe ich zwar deutlich kritischer an biografische Dokumentationen heran und würde normalerweise nichts empfehlen, was ich nicht selbst gesehen habe. In diesem Fall aber rennt die Zeit, ich werde in den nächsten Tagen nicht mehr dazu kommen es mir anzuschauen und dann ist das Ding um die Ecke. Ich habe durchweg positive Stimmen zu der Doku gelesen und abgesehen davon: Was soll bei einer Doku über Haneke schon schiefgehen. Wäre doch schade, wenn sie am Ende keiner sieht.
Hier geht es ausnahmsweise nicht um die US-Serie LOST, sondern um ein palindromes Video, das von einem 20 Jährigen im Rahmen des Wettbewerbs “U@50″ von AARP, den zweiten Platz belegte. Ein bisschen schade, dass die Idee einemSwissmiss
…taufe ich diese Art von Film mal. Abgeleitet von den Freestyle- und Bikeporn Videos, bei denen meist ziemlich zusammenhang- und storylos ein Move an den anderen gereiht wird. Pures Eyecatching – wie bei ihren Namensvettern eben.
In diesem Video passiert also im Grunde nichts, außer wunderbaren Architekturaufnahmen in höchster formaler Perfektion. Kommt mir also nicht von wegen ihr hättet 10 Minuten gewartet und es wäre nix passiert. Ich bette das Video hier zwar ein, damit der Post nicht so leer aussieht, empfehle aber unbedingt, sich das Ding in HD auf Vimeo direkt anzuschauen. Dort erfährt man dann auch gleich ein “Detail” über seinen Entstehung, das ich – ganz ehrlich – kaum glauben konnte.
Linde, der ist natürlich für dich.
Update: Es gibt übrigens auch eine Website zu dem Projekt: thirdseventh.com
jaja, nerdcore
Da ich gesehen habe, dass hier auch Star Wars/Trek thematisiert wird, möchte ich Euch (falls noch nicht bekannt) die folgende Lego Animation ans Herz legen:
Das Original dazu:
Noch ein wenig Aktionismus zur Weihnachtszeit mit einem guten Spot, der mich etwas an “Bad Santa” erinnert hat. Wer den übrigens noch nicht kennt, hat einen mürrischen Billy Bob Thornton in Hochform verpasst. Auf jeden Fall nachholen.
Kaum nachzuholen sind wohl die vergebenen Chancen auf den Abschluss eines echten Klimaabkommens. Während Telepolis noch fragt “Kopenhagen so gut wie gescheitert?” hat HR2 der Tag bereits abgeschlossen: Gute Nacht, liebe Erde! Die Versager von Kopenhagen.
Das will ich Euch nicht vorenthalten ![]()
Kategorie Kunst?
Ich habe diesen Film von einem guten Freund empfohlen bekommen, der ihn in Cannes im Sommer gesehen hat. Der Film gewann dort die goldene Palme. Seitdem habe ich immer mal danach Ausschau gehalten. Gestern nun, an seinem ersten Abend, an dem er endlich hier in London anlief, schaute ich ihn mir an. Kinga fluesterte mir nach 2 Minuten zu “ich mag diesen Film”. Und 3 Stunden spaeter beim rausgehen, meinte ich spontan ‘mannomann, einer der besten Filme, die ich jeh gesehen habe”, worauf sie nur meinte, dass es ihrer Meinung nach der Beste sei.
Ich meine, Haneke ist einfach ein Chef. Ohne gross in Einzelheiten gehen zu wollen, aber ich kann Euch diesen Film nicht waermer empfehlen. Ein totaler Hit.
Er ist durchgehend ueber 3 Stunden spannend, sehr feinfuehlig, historisch detailiert, zeigt wahnsinnig schoene Bilder (SW!), (keine Musik!), top Schauspieler, sehr beeindruckende Dialoge, (unter anderem mit dem aller aller krassesten Dialog, den ich jeh gehoert habe ! Anschnallen – und schnell wieder vergessen, wenn es zum naechsten Streit mit der Freundin kommt) ..und dabei eben in seiner gesellschaftlichen Aussage wieder einmal nichts weniger als bedeutend – aehnlich intellektuell stimulierend wie Funny Games, wobei hier der Focus wesentlich spezifischer ist.
Der Film geht nicht direkt auf den Faschismus in Dt als solchen ein, sondern geht chronologisch einen Schritt zurueck, wenn ihr wollt, und schaut sich den gesellschaftlichen Naehrboden an, auf dem der Faschismus gesellschaftlich wuchs. Er setzt also interessanterweise am Vorabend des Ersten Weltkrieges an und fragt so, in was fuer einer Gesellschaft unsere Nazischergen aufwuchsen, ….und macht das eben in einer sehr kurzweiligen Art und Weise.
Die Spannug wird aehnlich subtil wie bei Funny Games aufgebaut. Ich denke da vorallem an den Abschnitt bei Funny Games bis es zum Ausbruch der eigentlichen, physischen Gewalt kommt. Sie wird kaum merklich und doch unentwegs und unaufhaltsam aufgebaut. Oberflaechlich sind da nur aussergewoehnlich wohl erzogene Kinder, die nach ein paar Eiern fragen – man spuehrt allerdings, dass hinter den hoeflichen Formulierungen, eiskaltes Fordern, kein Fragen steckt. Und mehr und mehr ahnt man, dass hinter diesen Forderungen tatsaechlich nichts weiter als unsagbar stumpfsinnig, brutale Aggression steht. Aehnlich wird auch hier in Das Weisse Band Spannung aufgebaut, und ich zumindest, konnte mich diesem Spannungsaufbau nicht entziehen, sondern war 3 Stunden lang voellig in ihm gefesselt. Meisterhaft, viel besseres Kino gibt es nicht. Aber schaut selber – der Trailer, gibt Euch schon mal einen guten Vorgeschmack:
Karen Pomeroy behauptet in Donnie Darko, ein berühmter Linguist habe einmal gesagt, dies sei das schönste Wort der englischen Sprache. Ungeachtet dessen, dass ich ihr unter Rückbesinnung auf mein bescheidenes Vokabular uneingeschränkt zustimmen würde, ist der Begriff wie geschaffen für Fundstücke, die man auf der Suche nach einem Pizzaschieber im Keller seines Chefs findet:
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