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Alle Beiträge von: daph




Ons des Jahres 2010 – Peter Schmidt

Im Mai dieses Jahres schickte sich Peter Schmidt vom Verband der Generikahersteller an, dem doch arg beargwöhnten Berufsstand des Lobbyisten ein sympathisches, ja menschliches Antlitz zu verleihen.

Eine Entwicklung, die ich gerne weiterverfolgt hätte, wäre Peter Schmidt nicht im darauffolgenden Monat seiner Aufgaben entbunden worden.

Mehr zu den im Interview und in der Meldung vom Ärzteblatt erwähnten Rabattverträge steht übrigens hier.

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Ons des Jahres 2010 – Frank Farian

Jahresende – Zeit der Rückblicke und was bin ich froh, keinen Fernseher zu besitzen.

Nun bin ich aber vor einiger Zeit über ein Interview gestolpert, das mich beeindruckt hat wie schon lange keines mehr (seit dem mit Cora Schumacher, von dem ich immer noch nicht weiß, ob des Satire war).
So sehr beeindruckt, dass ich die Wahl zum Menschen des Jahres… zum On des Jahres anregen möchte und hiermit auch gleich einen ersten Kandidaten vorstelle:

Der Starproduzent Frank Farian!

Begründung:
Frank Farian hat im Kampf um Chartplatzierungen auf dem hartumkämpten englischsprachigen Musikmarkt zahlreiche Erfolge für sein Vaterland errungen, die sonst niemand, insbesondere nicht Dieter Bohlen, vorzuweisen hat.
Ausschlaggebend für die Nominierung ist sein erst jetzt (durch das am 14.11.2010 auf Spiegel Online erschienene Interview) bekannt gewordenes  Engagement zur Rettung seines ehemaligen Tänzers R. Pilatus (Milli Vanilli) aus dem Drogensumpf.

Dabei hatte ihn Pilatus mit Bandkollegen Morvan zuvor einen der größten und teuersten Skandale der Musikgeschichte eingebrockt, indem sie in seinen Videos zu von ihm produzierter Musik tanzten und die Lippen bewegten obwohl sie offenbar nur tanzen sollten:

Ich hatte damals einen Song produziert, dessen Originalsänger aber nicht telegen genug waren, um ein Musik-Video mit ihnen zu drehen. Nun hatten mich kurz zuvor zwei junge Männer, Robert Pilatus und Fabrice Morvan, kontaktiert, die attraktiv aussahen und sich gut bewegen konnten. Also dachte ich mir, die zwei Jungs können in dem Video doch tanzen. Das war die Grundidee. Als ich dann zum Videodreh kam, hatten sich Robert und Morvan schon die Mikrophone geschnappt und bewegten ihre Lippen zum Playback.

Eine Beendigung der Scharade war selbst für den ausgebufften Kontrollfreak Farian unmöglich: “Ich wollte das beenden und sagte, dass wir das nicht machen können. Aber alle anderen meinten: “Sei ruhig, lass alles schön laufen. Die beiden sind eine Weltsensation!” Dann habe ich nichts mehr gesagt.”

Doch obwohl er diesen Betrug am Publikum sehr zusetzte (“Das war für mich eine absolute Niederlage. Ich habe es als großen Betrug am Publikum empfunden und mir geschworen, so etwas nie wieder zu machen.“) und obwohl die beiden seit längerem ganz schön arrogant waren und zudem ständig zugekokst (“Sie wurden arrogant, kamen nur noch mit dicken Sonnenbrillen ins Studio und haben niemandem mehr “Guten Tag” gesagt. Rob verkündete sogar: “Ich gebe nur noch Interviews, wenn ich vorher Drogen bekomme.”“) trägt er seinen ehemaligen Schützlingen nichts nach:
Ich kann nicht sagen, dass ich traurig bin, wenn mir Leute noch heute zu der Musik von Milli Vanilli gratulieren. Ich reise oft und dann fragen mich die Menschen, was ich so mache. Wenn ich dann erzähle, ich habe Milli Vanilli produziert, ist das immer ein Gesprächsthema, mit dem man auch gut durch die Passkontrollen kommt. Insofern ist die ganze Sache nicht von Nachteil für mich. Und immerhin: Milli Vanilli gehört bis heute in die Top Ten der internationalen Pop-Skandale.

Ja mehr noch: in einer dramatischen aber leider knapp gescheiterten Aktion versucht er, Pilatus zu retten:  “10.000 Mark habe ich ihm gegeben, damit er in Sri Lanka einen Entzug macht.
Jetzt hat man ja als Musikproduzent weißgott nichts mit Drogen zu tun aber man liest ja Zeitung und weiß, dass so eine Junkie nur ein großes Ziel vor Augen hat… einen Grund, jeden Tag aufzustehen, mühsam Autos aufzubrechen oder Handtaschen zu plündern – nämlich: Geld für einen Entzug auf Sri Lanka zusammenzukratzen. Doch nun macht der verrückte Cracknigger etwas völlig unerwartetes:  “Aber Rob ist mit dem Geld zum Bahnhof gefahren und hat sich vollgekokst. Einen Tag später kam er abends ins Studio, am ganzen Körper zitternd. Er war völlig blank, nicht einmal den Taxifahrer konnte er mehr bezahlen. Ich sagte: “Geh ins Hotel und schlaf dich aus. Morgen reden wir über die Sache.” Aber dann war er tot

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Mit den Conchords durch die Musikgeschichte (7)

Die zunehmende Sperrwut auf Youtube macht’s einem ja nicht grade leichter, hier seinen kulturhistorischen Auftrag zu erfüllen.
Sei es drum – it’s Raggatime. FOTC vs. Shaggy.

Happy Birthday, Stanley!

Okay, einen Tag zu spät und außerdem recht sinnlos, an dieser Stelle etwas weltbewegendes zu dem großen Regisseur und seinem Werk schreiben zu wollen. Das haben viel klügere Köpfe schon zuhauf getan und schließlich leben wir in einer Informationsgesellschaft. Wer es bis hier geschafft hat, sollte auch an diese Inhalte kommen.
Feiern möchte ich den Geburtstag aber trotzdem, und zwar mit dem extrem fuchsigen, grimmepreisgekrönten Machwerk Kubrick, Nixon und der Mann im Mond! Ich hoffe, es kennt noch nicht jeder.

Link: DOKU - Kubrick, Nixon und der Mann im Mond

Und für Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne die Alternative in der Alternative:

Mit den Conchords durch die Musikgeschichte (6)

Musicalwoche auf Onsline! Nach den beeindruckenden Vorstellungen von Arnie & Schtallone kann es mit meiner kleinen FOTC-Reihe eigentlich nur in eine Richtung weitergehen: Broadway! Also Vorhang auf für…

Folge 6 – Flight of the Conchords vs. The Jets & The Sharks

Amanda fucking Palmer

Zu Coversongs bzw. -alben habe ich folgende Meinung: es gibt gute (Tori Amos, Johnny Cash, Nouvelle Vague) und schlechte (Hellsongs, Boss Hoss) Beispiele. Ist zwar nur meine Meinung, aber die einzig von mir als richtig anerkannte. Ob ich ein ganzes Album voller Radiohead-Stücke, vorgetragen von einer gewissen Amanda Palmer auf einer Ukulele, durchhalte, wage ich mal zu bezweifeln. Aber “Creep” hat mir ganz gut gefallen und für einen selbst zu bestimmenden Preis ab $ 0,84 (Radiohead grüßen ein zweites mal) könnte man es durchaus mal drauf ankommen lassen. Sehr witzig und definitiv einen Blick wert sind jedenfalls ihre Merchandisingideen.  Spätestens beim “I painted this fucking ukulele myself” bundle musste ich doch lachen. Enjoy.

Von Kellerkindern für Kellerkinder

FromTheBasement.tv ist eine ganz tolle Seite, die ich jedem Musikliebhaber unbedingt empfehlen möchte. Also: schaut euch unbedingt mal FromTheBasement.tv an! Jetzt oder oder auf jeden Fall heute noch.

Eigentlich ein Unding, dass ich das alles erst jetzt entdeckt habe. Vielleicht existiert diese Seite auch noch nicht so lange wie das Projekt, das dahintersteckt. Denn offenbar schon seit 2006 lädt der (vielleicht manchem durch seine Arbeit mit Radiohead bekannte) Produzent Nigel Godrich Bands, die er und zufälligerweise auch ich gut finden ins Studio ein, lässt sie live (d.h. im Gegensatz zum üblichen Studio-Procedere alle Instrumente gleichzeitig) ein paar Songs einspielen und filmt sie dabei. Kleine Kellerkonzerte ohne Publikum also. Das mag wenig spektakulär klingen, hat mich aber ziemlich vom Hocker gehauen. Zumal Live-Videos in vernünftiger Bild- und Tonqualität auf Youtube & co nunmal absolute Mangelware sind. Selbst wenn sie aus Fernsehproduktionen wie Rockpalast stammen und es aufnahmeseitig halbwegs professionell zugegangen sein sollte.

Dass man auf Youtube doch noch ein paar mehr Basement-Liedchen findet, liegt wohl an dem Versuch, über DVD-Verkäufe und diverse kostenpflichtige Streaming-Angebote die Kosten wieder halbwegs reinzufahren. Trotzdem: die erwähnte, kostenlose Seite ist weit mehr als ein Appetizer und das Angebot ist mittlerweile (das wäre dann der Vorteil, die Geschichte vier Jahre lang übersehen zu haben) auf stattliche 39 Bands bzw. Solokünstler angewachsen. Außerdem gibt es unter der Rubrik Live noch 20 Minuten The Dead Weather am Stück. An der Bandauswahl und Aufnahmequalität gibt’s nichts auszusetzen – im Gegenteil: eigentlich unglaublich, was einem hier kostenlos und legal geboten wird.
Wer trotzdem Nachschub braucht, sollte bei Youtube gezielt nach seinen Lieblingsbands und from the basement suchen. Meist findet sich dann noch einiges mehr wie z.B. dieses Wikipedia gibt es ein paar mehr Infos zu dem Projekt und dem ursprünglichen Konzept als WEB-TV… streamingblbla… Kanal hier,  iTunes da, ich kapier das alles net…  man war wohl seiner Zeit voraus.
Enjoy.

Mit den Conchords durch die Musikgeschichte (5)

Folge 5 – Flight of the Conchords vs. Cliff Richard

Mit den Conchords durch die Musikgeschichte (4)

Heute heißt es stark sein: R&B-Schmonz der Sorte contemporary steht auf dem Programm und als wäre das nicht schlimm genug, keimt in unseren vier Protagonisten ein schrecklicher Verdacht…

Folge 4 – Bret vs. Jemaine vs. R Kelly vs. Usher

Mit den Conchords durch die Musikgeschichte (3)

Diesmal vielleicht nicht so offensichtlich wie in den anderen beiden Fällen – zumal leider kein Video von Roxanne aufzutreiben war. Trotzdem recht eindeutig: der dünne Telecaster-Offbeat, das Pseudo-Patois und vor allem der Text.

Folge 3 – Flight of the Conchords vs. The Police

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