Island gewinnt Verfahren vor E.F.T.A.

Iceland

In 2008, kurz nachdem sein Banksystem kollabiert war, hatte sich Island per zweimaligem Volksentscheid geweigert, für die Verluste ausländischer Investoren und Anleger aufzukommen. Abgesehen davon, dass sich die Briten daraufhin “Antiterror-Maßnahmen” bedienten, um isländischem Vermögen in England habhaft zu werden, wurde vor dem E.F.T.A. ein Gerichtsverfahren angestrengt. Nun wurde in letzterem zugunsten Islands entschieden:

“In a judgment issued in Luxembourg, the court of the European Free Trade Association, or E.F.T.A., cleared Iceland of complaints that it violated rules governing the protection of depositors drawn up by the European Union.
…the court, according to a statement summarizing the verdict, ruled that the directive on guaranteeing bank deposits did not oblige Icelandic authorities to ensure immediate payment to depositors in Britain and the Netherlands “in a systemic crisis of the magnitude experienced in Iceland.”

 

Soweit, so gut. Was ich jedoch mindestens genauso interessant finde, ist dass der prophezeite immense Vertrauensverlust auf den Finanzmärkten und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Probleme offenbar ausgeblieben oder zumindest nicht in dem erwarteten Ausmaß eingetreten sind:

“Iceland’s economy, which went into a nose dive after the banking crash, is now growing again. The credit ratings agency Fitch last year raised its rating of the country’s debt, noting that its “unorthodox crisis policy response has succeeded in preserving sovereign creditworthiness.””

 

Island scheint für seine Cohones belohnt zu werden.
Wen es interessiert, hier der gesamte Artikel der New York Times.

Via Fefes Blog

Posted by

Artur

3 comments Write a comment

  1. Interessant.
    Mir fällt dazu immer die Sendung “Das Philosophische Quartett” vom 19.06.2011 ein mit dem Titel

  2. Hey MaTö,
    vielen Dank für den Hinweis, hatte bisher noch keine Zeit das Ding anzuschauen, werde es aber auf jeden Fall nachholen!