header

2 Kommentare - abonnieren oder Kommentar schreiben

  1. Gravatarsideburner

    Danke fuer den Tipp.

    Was meinst du denn mit “My Architect”-Katastrophe? Kein Fan von Louis Kahn geworden?

  2. GravatarArtur

    Louis Kahn war ein Lebenskünstler, geheimnisvoll, getrieben, besessen, ein Genie. Sein Sohn dagegen ist eine armselige Woscht. Ohne Gespür für das Werk und die Bedeutung seines Vaters. Der einzige Satz, an den ich mich von ihm erinnern kann war sein stetig wiederkehrendes triumphierendes “I´m his son!”, dass er mit Vorliebe seinen Interviewpartnern gegenüber äußert, nachdem diese schwärmerisch über seinen Vater reden. Wie recht er hat. Er ist nicht mehr, als der gekränkte, vernachlässigte Sohn von Louis Kahn und und genau so ist auch seine Dokumentation. Oberflächlich, weinerlich und egozentrisch.
    Aber am deutlichsten bringt das der Typ in dem Parlament von Bangladesch zum Ausdruck, als Nathaniel auf die Frage, wie viel Zeit er diesem Bauwerk in dem Film widmen würde, antwortet: etwa 15 Minuten. Der Typ hat sichtlich Probleme seine Fassung zu bewahren und erwidert höflich, dass diese Zeit nicht ausreichen würde, um die Tragweite und Relevanz dieses Gebäudes für die Menschen von Bangladesh zu erfassen. Sein Gesicht aber sagt: Geh nach Hause Kind, Du hast nichts verstanden.
    Und anstatt daraus zu lernen und diesem Gebäude den bestmöglichen Raum zu geben, bleibt es bei den mickrigen 10 Minuten, während er scheinbar alle Zeit der Welt hat, sich rollschuhlaufend in dem Vermächtnis seines Vaters abzulichten…

“Michael Haneke in 43 Minuten” kommentieren