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  1. GravatarMatzeT

    sad, sad, sad!
    rache ist ein gericht, das man am besten kalt serviert. in shah allah.

  2. Gravatareasy

    Top Spruch Matze – muss ich mir merken ; gerade die englische Version hier von einem Freund gehoert, dem ich das Ding versucht habe zu uebersetzen: vengence is a dish best served cold.

  3. Gravatardaphi

    Eine eventuell charmante (so richtig kapiert hab ich die Geschichte nicht) Gegenaktion hab ich hier gesehen:
    http://www.uberwach.de
    Wenn ich es richtig verstanden hab, bieten die ein Applet an, das man sich in seine Webseite einbinden kann und das mittels entsprechend gepflegter IP-Listen sämtliche Zugriffe von Rechnern aus öffentlichen Institutionen, Parteizentralen, Ministerien etc. protokolliert und in entsprechenden Statistiken öffentlich macht.
    Der User an solch einem Partei- / Ministeriums- / … / Rechner bekommt beim Besuch einer teilnehmenden Seite ein rotes Banner eingeblendet – mit dem Hinweis, dass sein Besuch protokolliert wurde.

    Aber ehrlich gesagt versteh ich in weiten Teilen nur Bahnhof und wie clever oder nichtig die Aktion ist, überblick ich auch nicht.
    Come on Artur, help me out now!

  4. Gravatarmatzetöws

    Unabhängig davon, ob die oben erwähnte Petition sinnvoll ist, oder nicht:

    gibt es ein Leben ohne Zensur? Ist ein Leben ohne Zensur sinnvoll?

    Dazu ein interessanter Artikel, der zum kritischen Denken anregt:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633181,00.html

  5. GravatarArtur

    Das ist tatsächlich ein sehr interessanter Artikel, weil diese Geschichte sehr stark unser moralisches Empfinden auf den Plan ruft, unsere Empathie für den Entführten zum Vorschein bringt.
    Sollte man wirklich das Leben eines Menschen auf Spiel setzen, nur um den Prinzipien einiger Netzaktivisten zu entsprechen?
    Für meinen Geschmack enthält der Bericht zu viele “wahrscheinlichs” und “womöglichs” und viel zu wenig Informationen über die konkreten Fakten dieser Entführung und der Flucht. “Es ist möglich, dass Rohde noch lebt, weil niemand seine Entführung an die große Glocke hängte.”
    Ja, das ist möglich. Es ist aber auch möglich, dass die Selbstzensur gar keinen Einfluss auf die Situation des Entführten gehabt hätte. Zensursysteme werden dagegen fast immer dazu verwendet, subjektive Interessen zu verfolgen, von denen nicht automatisch angenommen werden kann, dass diese auch im Sinne der Allgemeinheit sind, ganz im Gegenteil. Im Falle von Rohdes Entführung war dies ausnahmsweise der Fall.
    Der Gedanke einer verantwortungsvollen Verwaltung des Informationsflusses durch unsere “Gatekeeper” ist meiner Ansicht nach eine Wunschvorstellung, ein Trugbild, das natürlich gerne von der Presse als Daseinsberechtigung hergenommen wird. Da kommt ein Fall wie diese Entführungsgeschichte gerade recht.
    Aber wie wir alle wissen bestätigen Ausnahmen die Regel.

    Am meisten allerdings stoßen mir diese beiden Sätze auf: “Redaktionen diskutieren über solche Dinge, seit es Redaktionen gibt. Dort aber fällt am Ende eine Entscheidung, die im Idealfall nicht nach draußen dringt.”

    Im Idealfall. Genau so sieht´s aus.

  6. Gravatarmatzetöws

    mir ist nochwas eingefallen, was ich vor einiger Zeit mal gelesen habe. Und zwar geht es dabei um einen Artikel bzw. ein Interview mit Sloterdijk zum Thema Doping im Radsport. Interessant finde ich dabei folgende Passage:

    SPIEGEL: In Italien und Spanien hält man nicht viel vom deutschen Anti-Doping-Kampf.

    Sloterdijk: Dort gehört die katholische Tradition der fröhlichen Selbstzerstörung zur Volkskultur. Die Italiener können es einfach nicht fassen, dass da oben im Norden schon wieder protestantische Barbaren ihr Unwesen treiben. Die glauben im Ernst, wir sind verrückt geworden. Doch Italiener und Spanier sind Angehörige einer Kultur, in der die Abspaltung des Scheins vom Sein zur populären Metaphysik gehört. Die Deutschen, speziell die protestantischen, wollen dagegen die Wörter und die Dinge wieder zur Deckung bringen. Wir sind, glaube ich, die einzige Nation auf der Welt, wo man an ehrliche Neuanfänge glaubt. Wir bleiben unberechenbar, 1945 wurden wir demokratisch, 2007 dopingfrei.

    Ich denke, dass kulturelle Unterschiede oft auch einen Einfluß auf die Bewertung bzw. Wahrnehmung von Wahrheit haben. Interessant dürfte daher die Zukunft sein, denn durch die Weltweite Verfügbarkeit von Internet werden solche Grenzen natürlich leichter durchbrochen.

    Der gesamte Artikel unter:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,564072-2,00.html

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