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An allen Ecken und Enden des Web ertönt das Wehklagen über “geschoppte” Fotografie, also per Photoshop (als Synonym für die digitale Bildbearbeitung) veränderte Fotos. Überschlanke Models, falsche Schatten und fehlende Bauchnabel liefern den Stoff für etliche Blogeinträge und selbstbemitleidendes Gejammer über eine vermeintlich verloren gegangene Authentizität der Fotografie, die es niemals gab.
Christophe Huet betreibt die Schopperei bewußt und völlig ungeniert und geht als Retuscheur mindestens einen Schritt weiter, als viele seiner “Kollegen“. Sein Portfolio besteht zum größten Teil aus Arbeiten für Werbekunden, trotzdem lohnt es sich einen Blick hinein zu werfen. Im Bereich “MAKING OF” kann man sich anschauen, wie einige der Motive entstanden sind.
we just like it haben ihn wiederentdeckt.
Update: Herrbert hat in seinem Kommentar auf Gregory Crewdson hingewiesen. Sehr coole Sachen:


Find´ich latscho!
2 Kommentare - abonnieren oder Kommentar schreiben
Die Arbeit von C. Huet finde ich sehr vielschichtig, amüsant, künstlerisch, filmisch und einfach nur sehr gut gemacht. Dennoch schießt du mit Kanonen auf Spatzen, wenn du Huet im gleichen Atemzug mit diesen “Kollegen” vergleichst.
Die spielen nicht das gleiche Spiel.
Vielmehr erinnert er mich, an den Fotografen Gregory Crewdson. Seine Fotografien erinnern an surreale Filmstills. Absolut sehenswert.
um 13:07 Uhr am 03.02.`09
Du hast absolut recht, ich habe unter “Kollegen” das Schlimmste verlinkt, was ich auf die Schnelle finden konnte. Verzeiht mir den kleinen Moorschen Anfall…
Natürlich gibt es eine Menge andere Fotografen und Retuscheure, die ihren Job sehr gut machen und die künstlerischen Aspekte nicht außer Acht lassen.
In letzter Zeit höre ich auf die Frage, was man gerne beruflich machen möchte, immer häufiger die Aussage “Fotoretusche”. WTF?
Vor 15 Jahren hätte keine Schwein sich freiwillig in eine Dunkelkammer gestellt um die Falten alternder B-Prominenz wegzuwedeln. (Außer vielleicht dieser Regulator, der auch für Adams usw. arbeitet, wie hieß der noch gleich, Schubi?)
Jetzt aber, wo alles so einfach geht, werden die Titelseiten von glattpolierten Schaufensterpuppen bevölkert und das ist eben schade.
Guter Tipp übrigens mit Gregory Crewdson! Hier gibts eine ganz nette Seite mit Arbeiten von und Hintergrundinformationen zu Crewdson.
um 13:45 Uhr am 03.02.`09
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