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  1. Gravatarjochie

    Easy du bist so ein Woscht man liest die ersten zwei Absätze von deinem Text und weiß schon orginal um was es geht, wo Artur “nicht zu viel verraten wollte”, da klärt du uns schon auf ohne das wir das wirklich gewollt haben. Na ja ob ich mir den Film noch anschaue ich weiß es nicht die Pointe ist ja schon am Arsch.

  2. GravatarArtur

    Yeah Easy! Nach Tagen der Flaute weht endlich wieder eine ordentlicher Wind und Onsline nimmt Fahrt auf. Danke für die sehr ausführliche Betrachtung und deine Gedanken zum Film. Ich muss zugeben, insgeheim hatte ich auf eine Meinung gerade von Dir gehofft. Mir ist auch klar, dass man sich nicht dezidiert mit einem (Film-)Text auseinandersetzen kann, ohne Inhaltliches zu verraten.
    Jochie, ich kann dich aber trösten, mir hatte man die “Pointe” auch schon vorher verraten, was dem Film aber nicht viel genommen hat.
    Ich bin gespannt und hoffe, hier bald noch mehr Meinungen zu WwB zu lesen. Ganz ungeschoren kommst Du mir natürlich nicht davon, Easy. Aber alles zu seiner Zeit.

  3. Gravatareasy

    Ja, sorry Jochi -- ich hab das jetzt im Text oben geaendert -- wie gesagt, das ist bei dem Film echt nicht sehr schlimm, wenn du weisst, um was es da geht. Der Film bleibt wahnsinnig sehenswert. Auf jeden Fall angucken gehen, und dich nicht von meinem Lapsus stoeren lassen. Aber ehrlichgesagt -- ist das voellig normal bei Rezensionen. Deswegen hatte ich halt das hier auch nicht als weiteren Kommentar zu Artur’s urspruenglichen Tipp (im Gegensatz zu Rezension) sondern als eigenstaendigen Text gepostet.

  4. GravatarZimmer

    Sorry, aber da muss ich jetzt mal eine Lanze für Herrn Schan brechen. Wer auch nur einen Artikel im Vorfeld zu dem Film gelesen hat weiss wohl sehr gut worum es geht, inklusive Hunde- und Leuchtraketenszenen.
    Ich denke (ohne den Film bisher gesehen zu haben), dass es eher um die Art der Darstellung geht, d.h. wie der Dokumentarische Charakter mit dem Medium Comic gezeigt wird.

    Was Easys Kritik angeht fällt mir nur auf, dass der Film erst 4 Sterne bekommt um dann anschliessend nur gedizzt zu werden?!
    Inhaltlich kann ich zur Kritik wenig sagen, ausser vielleicht, dass Quellen gut wären. Wie hat der Staat Israel den Film gefördert? Ohne Quellen ist so eine Behauptung immer etwas mit Vorsicht zu geniessen finde ich.

    Ansonsten klingt die Argumentation plausibel, auch wenn sich (wenig überraschenderweise) im deutschen Feuilleton nicht in dieser Richtung finden ließ.

  5. Gravatareasy

    Man kann auch GENAU anderer Meinung sein, als ich… gesichtet auf jewcy.com “what matters now”:

    The most revealing scene in Waltz with Bashir is when Folman’s character is assured by his close friend that he should not feel responsible or guilty as he did not know why he had been ordered to fire the flares which facilitated the Phalangists’ massacre. He believes the real reason why Folman feels so troubled by his war experience is because he is putting himself in the place of the Nazis. The reason he feels so strongly about Sabra and Shatila in particular is because they remind him of ‘those other camps’. Because his parents were in Auschwitz, ‘the camps’ have really been with Folman since childhood, his friend explains.

    Here, even the atrocities against the Palestinian refugees are all about Folman and his apparent psychological suffering as a ‘second-generation Holocaust victim’. Waltz with Bashir has been nominated for a range of prestigious film awards but it really takes the prize of the most introspective and narcissistic ex-soldier’s story ever. It is also a striking perversion of history, conflating the systematic extermination of millions during the Second World War with a three-day, spontaneous violent rampage in 1982.

    At the end of the film, there is a sudden shift from animation to real archive footage of Palestinian refugee women wailing amongst the rubble and dead bodies in the Sabra and Shatila camps. Suddenly the impact of the graphics which were so forceful throughout the film wanes. Nothing is as shocking as reality.

    While the Israelis are drawn as two-dimensional cartoon figures, the Palestinians are the only ones shown as real human beings, in actual film footage. In an attempt, seemingly, to hammer home the point that war is no American action movie, and that the true victims were the refugees in the camps, this final scene is in fact Waltz with Bashir’s ultimate assault on the Palestinians. They only feature as massacred and bloated body parts, as symbols for Israelis’ guilt.

    Waltz with Bashir is an excellent, thought-provoking and devastating film. You will have never seen anything like it. Yet though it is highly recommendable, it is also objectionable.

    http://www.jewcy.com/post/postzionist_stress_disorder_waltz_bashir_reviewed

  6. Gravatareasy

    Zimmer, bzgl Israel’s offizieller Stellungnahme zu dem Film -- hier zwei Zitate von Folman (Quelle Daily Telegraph):

    “The most surprising thing is the very big hug that Israeli government officials have given the film,” Folman tells me when we meet at a London hotel. “Everywhere I travel, the local Israeli ambassador is there. They send the film all over the world at their expense. The Minister of Foreign Affairs calls me personally to say they’ll do anything to help.”

    “And it does feel out of control. At the [recent] opening of the Haifa Film Festival, [Israeli president] Shimon Peres made a speech. He said: ‘There’s a world economic crisis now – but we’ve got Bashir!’ ”

  7. GravatarZimmer

    Jetzt wo ich den Film gesehen habe muss ich nochmal einen Kommentar abgeben.
    Jochie und alle anderen die den Film noch nicht gesehen haben sollten sich meinen Kommentart nicht unbedingt durchlesen, da vielleicht zu viele Details schon offen gelegt werden.

    Sicherlich ist der Film limitiert was die Beschreibung des Massakers angeht, da ers ich auf die Perspektive des einfachen Soldatens beschränkt. Insofern ist es eben streng genommen kein Film über das Massaker sondern über Erinnerungen und Kriegstraumata.
    Allerdings denke ich auch nicht, dass der Film dazu taugt, Israels Rolle an sich zu schönen.

    Zwar empfindet man für die Protagonisten Sympathie, da sie im Endeffekt in eine Maschinerie geraten, die sie völlig überfordert und auch sehr hilflos läßt. Hieraus zieht der Film meines Erachtens eine sehr starke Botschaft der Sinnlosigkeit und Menschenfeindlichkeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

    Die Rollenverteilung zwischen gut und böse jedoch ist eigentlich klar besetzt auch wenn natürlich die Entscheidungsvorgänge und die genauen schuldhaften Handlungen der israelischen Befehlshaber nicht dokumentiert werden.

    Einen Knackpunkt sehe ich an der Stelle wo klar wird, dass Ari Folman selbst damit beschäftigt war die Leuchtraketen abzufeuern. Hier wird meines Erachtens die persönliche Verstrickung etwas zu leicht abgetan, allerdings würde ich mir das auch gerne nochmals anschauen um mir ein klareres Urteil zu erlauben.

    Sicherlich bietet der Film zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Ich denke jedoch, dass es insgesamt eine sehr gute Aufarbeitung des Massakers und der Schuldgefühle aus Sicht eines einfachen Soldatens darstellt.

    Recht geben muss ich dir sicherlich in dem Punkt, dass z.B. Herr Scharon (falls er dazu in der Lage wäre) durchaus zufrieden damit sein kann, dass das Thema an dieser Stelle eben aus einer für ihn relativ günstigen Perspektive gezeigt wird und die Details schuldhaften Handlens eben nicht analysiert werden (können).

    Trotzdem denke ich hat der Film vollauf seine Berechtigung, auch wenn eine weitere Aufarbeitung des Themas auf anderer Perspektive sicherlich notwendig ist. Somit ist es vielleicht auch der zuschauer, der gefordert ist, sich weiter über das Thema zu informieren.

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