Stroke of insight

Wir hatten hier auf onsline ja schon häufiger das Vergnügen, außergewöhnlichen Referenten zuzuschauen. Gestern Abend habe ich einen Vortrag von Jill Bolte Taylor gesehen, einer Gehirnforscherin, die unvermittelt zum Objekt ihrer eigenen Forschungen wurde. Nach einem Schlaganfall musste sie am eigenen Leib erfahren, wie sich ihre kognitiven Fähigkeiten und ihre Selbstwahrnehmung im Verlauf weniger Stunden verzerrten und veränderten. Dies ist zweifellos einer der interessantesten und ergreifendsten Vorträge, die ich jemals gesehen habe.
Jill Bolte Taylor: My stroke of insight
Ich bette das Video bewusst nicht direkt hier ein, da zum einen die Videoqualität auf ted.com bedeutend besser ist und ich zum anderen noch unbedingt eine Lanze brechen möchte für dieses absolut einzigartige Videoportal. Ein Reihe von hochkarätigen Rednern unterschiedlichster Fachgebiete zeigen mit inspirierenden Thesen und Gedanken, dass Vorträge sehr viel mehr sein können, als das sonst übliche endlose Spiegelstrichgemetzel. Nehmt euch etwas Zeit, die Videos sind meist 20-30 Minuten lang. Hier gibt es eine kleine Auswahl weiterer interessanter Vorträge.
Alle Credits gehen an Easy. Tausend Dank.
Find´ich latscho!
2 Kommentare - abonnieren oder Kommentar schreiben
Hirnforschung ist ein sehr spannendes und faszinierendes Thema. Äußerst Spannend auch die Schnittmenge mit Philosophie und Psychologie. Aus meiner Sicht ein spannendes Buch dazu “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?” von Richard David Precht
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_David_Precht
Besonders die Komplexität des Gehirns unvorstellbar:
“…das menschliche Gehirn! Zugegeben, von außen betrachtet ist es nicht besonders spektakulär. Es wiegt knapp drei Pfund, hat die Form einer aufgeblasenen Walnuss und die Konsistenz eines weichen Eis. Aber darin verbirgt sich der wohl komplizierteste Mechanismus im ganzen Universum. 100 000 000 000 (hundert Milliarden) Nervenzellen funken darin herum mit bis zu 500 000 000 000 000 (einer halben Trillion) Verbindungen. Ungefähr so viel, lautet ein bekannter Vergleich, wie die Anzahl der Blätter im Amazonas-Regenwald.”
um 18:23 Uhr am 21.11.`08
…oder vergleichbar mit der Komplexität des World Wide Web. Kevin Kelly zieht hier einen interessanten Vergleich und betrachtet das Internet als “global maschine”. Wer es eilig hat, kann gleich bei 2:45 min einsteigen.
um 11:49 Uhr am 27.11.`08
“Stroke of insight” kommentieren